Zu Beginn des neuen Jahres treten mal wieder zahlreiche Änderungen im Gesundheitsrecht in Kraft. So startet am 01.01.2009
– der Gesundheitsfonds und
– die private Krankenversicherung führt den Basistarif ein, was auch den bereits privat krankenversicherten die Möglichkeit eröffnet, in diesen Basistarif zu wechseln.

Ebenfalls ab dem 01.01.2009
– gilt ein einheitlicher Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung,
– die Gelder werden unter den Kassen gleichmäßig verteilt,
– das Honorare für Ärzte soll steigen,
– die Hausarztzentrierte Versorgung wird gestärkt und
– Zigaretten am Automaten sind ab dem 01.01.2009 erst ab 18 Jahren verfügbar.

Außerdem gibt es künftig ein Recht auf Pflegeberatung und mehr Mittel für Krankenhäuser. Und natürlich wird sich 2009 entscheiden, ob es die Zahnärzte mit einer neuen GOZ zu tun bekommen oder nicht. Hier scheint gerade noch einmal Bewegung in die politische Diskussion zu kommen.

Und das sind nur einige der in Kraft tretenden Veränderungen.

Da gilt es, nicht den Überblick zu verlieren!

Insbesondere im Zusammenhang mit dem bereits vieldiskutierten Basistarif werden zahlreiche Herausforderungen auf die Praxen zukommen. So behauptet das Bundesgesundheitsministerium auch noch heute auf seiner Internetseite, dass Versicherte in diesem Tarif nicht abgewiesen werden dürfen (sog. Kontrahierungszwang). Juristen sind da jedoch ganz anderer Meinung: https://medizinrecht-blog.de/2008/12/09/wie-steht-es-um-die-arztlichezahnarztliche-behandlungspflicht-gegenuber-privatpatienten-im-basis-oder-standardtarif/

Diese Diskussion wird wohl noch intensiv zu führen sein.

Ob das Honorar für Ärzte tatsächlich steigen wird, wie es das BGM behauptet, wird abzuwarten bleiben. In Bayern wird der Honorarstreit jedenfalls bereits offen geführt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,598062,00.html

Alles in allem steht uns also wieder ein ereignisreiches Jahr bevor. Und um gleich 3 Berühmtheiten zu zitieren: Fürchtet Euch nicht! Denn egal, was 2009 kommt, wird man unsere Zeit später die gute alte Zeit nennen. Haben Sie also keine Angst vor der Zukunft, sie beginnt erst morgen.

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