Weil in der Europäischen Union Ärzten angeblich bei jeder zehnten Behandlung Fehler unterlaufen, will die Europäische Kommission die Patientenrechte stärken. Sie hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, Patienten das Klagen zu erleichtern.

Nach den Angaben der Kommission unterlaufen allein den Krankenhausärzten jährlich in 15 Millionen Behandlungsfällen Fehler. In Presseartikeln wird derzeit immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass allein in Deutschland jährlich 40.000 Fälle von Fehlbehandlungen bekannt werden. Die meisten Beschwerden beträfen chirurgische Behandlungen. Ob diese Zahl realistisch ist, mag bezweifelt werden.

Der Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, fordert in diese Zusammenhang ein Patientenrechtegesetz. In diesem sollten seiner Ansicht nach Rechte und Pflichten zwischen Arzt und Patient klar geregelt sein. Ein derzeitiger Missstand sei es, dass meist der geschädigte Patient die Beweislast trage. Dies müsse geändert werden.

Angesichts der klaren Rechtsprechung zu diesem Thema, die überwiegend als patientenfreundlich bezeichnet werden kann, drängt sich natürlich die Frage auf, wie Herr Billen zu solchen Aussagen kommt.

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