medizinrecht-blog.de in 2013

medizinrecht-blog.de in 2013

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Unser Blog wurde in 2013 etwa 32.000 mal besucht (+33% im Vergleich zum Vorjahr). Wäre er ein Konzert im Sydney Opernhaus, würde es also etwa 12 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

In 2013 gab es 133 neue Beiträge, damit vergrößerte sich das Archiv dieses Blogs auf 528 Beiträge.

Mit 266 Besuchern war der 15. November der geschäftigste Tag des Jahres. Immer Ärger mit der privaten Krankenversicherung… war der beliebteste Beitrag an diesem Tag.

Dies sind die am meisten besuchten Beiträge in 2013:

Auch in 2014 werden wir Sie hier über alles Wichtige in Gesundheitsrecht und Gesundheitspolitik informieren. Wir freuen uns, wenn Sie unseren Blog auch 2014 wieder besuchen. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Schwein für 2014!

Ihre Medizinanwälte

Und wer ist nun der neue Gesundheitsminister?

Angesichts der großen Koalition hatten wir mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der Union Jens Spahn oder mit Professor Dr. Karl Lauterbach als neuem Gesundheitsminister gerechnet. Auch Ursula von der Leyen hätte man sich erklären können, schloss sie doch ihr Medizinstudium 1987 ab und promovierte 1991. Zudem war sie von 1996 bis 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Friedrich Wilhelm Schwartz in der Abteilung für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. 2001 erwarb sie dort den akademischen Grad eines Master of Public Health (MPH).

Tatsächlich ist es nun Hermann Gröhe geworden. Gesundheitspolitisch ein unbeschriebenes Blatt. Bis heute kann man auf seiner Internetseite http://www.hermann-groehe.de/ keine einzige gesundheitspolitische Aussage finden.

Themen wie Bedarfsplanung, zahnmedizinisches MVZ (im Koalitionsvertrag vorgesehen), ärztliche Honorare, Krankenhausfinanzierung und ähnliches, dürften ihm bislang gänzlich unbekannt gewesen sein und vermutlich waren sie ihm auch weitgehend egal.

Wer ist Hermann Gröhe? Weiterlesen

Die wichtigsten Punkte im ‪‎Koalitionsvertrag‬ zum Thema ‪‎Gesundheit‬ (UPDATE)

Bildschirmfoto 2013-11-27 um 11.19.59
Union und SPD verhandeln noch über die Koalitionsvertrag und gleichzeitig ist bereits ein aktueller Entwurf des Koalitionsvertrags durchgesickert.

Der aktuellste stammt aus der Nacht zum Dienstag, 0:20 Uhr. Wir dokumentieren hier die wichtigsten Punkte, was CDU und SPD bislang zum Thema Gesundheit ausgehandelt haben:

Die wichtigsten Punkte in Kurzfassung:

  • Die Möglichkeit zur Zulassung von Krankenhäusern zur ambulanten Versorgung in unterversorgten Gebieten wird verbessert.
  • Die gesetzlichen Vorgaben zum Abbau von Überversorgung durch den Aufkauf von Arztsitzen werden von einer „Kann“ in eine „Soll“-Regelung überführt.
  • Für gesetzlich Versicherte wollen wir die Wartezeit auf einen Arzttermin deutlich reduzieren. Sie sollen sich zukünftig bei Überweisung an einen Facharzt an eine zentrale Terminservicestelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wenden können. Diese vermittelt innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin. Für den Termin soll im Regelfall eine Wartezeit von vier Wochen nicht überschritten werden. Gelingt dies nicht, wird von der Terminservicestelle ein Termin – außer in medizinisch nicht begründeten Fällen – zur ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus angeboten.
  • Die von Fachärztinnen und Fachärzten erbrachten hausärztlichen Leistungen sollen zukünftig nicht den hausärztlichen Teil der Gesamtvergütung mindern.
  • Künftig werden auch arztgruppengleiche Medizinische Versorgungszentren zugelassen. Außerdem wird es auch Kommunen ermöglicht, Medizinische Versorgungszentren zu gründen
  • Die Unterschiede in der ärztlichen Vergütung werden dahingehend geprüft, ob sich diese durch Besonderheiten in der Versorgungs- und Kostenstruktur begründen lassen und wie unbegründete Unterschiede aufgehoben werden können.
  • Es wird ein neuen Straftatbestand der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen im Strafgesetzbuch geschafft.
  • Patienten haben zukünftig bei mengenanfälligen planbaren Behandlungen regelhaft die Möglichkeit, eine Zweitmeinung bei einem weiteren Facharzt oder Krankenhaus einzuholen. Die Ärzte müssen bei Indikationsstellung die Patienten über deren Recht zur Einholung einer Zweitmeinung verbindlich aufklären.

Die Regelungen im Einzelnen:

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Wer wird der neue Gesundheitsminister?

Knapp eine Woche ist seit der Wahl vergangen und plötzlich merkt Frau Merkel, dass sie doch nicht so richtig gewonnen, sondern ihre Mehrheit verloren hat. Die Koalitionsverhandlungen scheinen jedenfalls spannender zu werden als der vorangegangene Wahlkampf.

Und im Gesundheitswesen fragt man sich natürlich, wer jetzt Bundesgesundheitsminister wird. Die Favoriten wollen wir kurz vorstellen:  Weiterlesen

Neue Impulse durch spezialfachärztliche Versorgung

Neue Impulse durch spezialfachärztliche Versorgung

Positive Bilanz und Impulse des Symposiums „Sektorenübergreifende Versorgung und Wettbewerb im Gesundheitswesen“

14. Januar 2013 – „Trotz jahrzehntelanger Reformanstrengungen hat Deutschland noch erhebliche Defizite bei der Integration von ambulanter und stationärer Versorgung“, mit dieser These von Professor Eberhardt Wille vom Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen waren sich alle Teilnehmer des Symposiums „Sektorenübergreifende Versorgung und Wettbewerb im Gesundheitswesen“ schnell einig. Ob besser strukturierte Wettbewerbsparameter der richtige Weg zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung sind, wurde dagegen sehr kontrovers diskutiert. „Neue Impulse für die sektorenübergreifende Versorgung versprechen wir uns vor allem von der neuen ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung“, betonte Prof. Thomas Voigtländer, Leiter des kardiologischen Versorgungszentrums im Bethanienkrankenhaus (CCB), der die erste Diskussionsrunde des Symposiums leitete.

Mehr als 80 Teilnehmer aus allen Bereichen des Gesundheitswesens waren am 14. Januar 2013 der Einladung des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) an die Fachhochschule Frankfurt am Main gefolgt, um aktuelle Fragen der Gesundheitspolitik zu diskutieren. Thema und Zeitpunkt seien sehr gut gewählt, bestätigten die Frankfurter Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig und der Marburger Landtagsabgeordnete Thomas Spies in ihren Grußworten. Ministerialrat Jochen Metzner, Referatsleiter für Krankenhauswesen des Hessischen Sozialministeriums, nutzte die Gelegenheit, den Anteil Hessens an der jüngsten Gesundheitsreform herauszustellen. „Durch das Versorgungsstrukturgesetz können erstmals die Länder bei entscheidenden Fragen der Gesundheitsversorgung mitreden und die regionalen Strukturen in den Vordergrund stellen“, betonte er. Eine kritische Bilanz der Entwicklung im stationären Bereich zog Professor Thomas Busse, ZGWR, der vor allem auf das erhebliche Investitionsdefizit bei den Krankenhäusern hinwies. Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer Barmer GEK plädierte dafür, die mengenorientierte Steuerung des Gesundheitswesens durch eine sektorenübergreifende prozessorientierte Versorgung zu ersetzen. „Die Notwendigkeit zur sektorenübergreifenden Versorgung endet nicht bei stationärer und ambulanter Behandlung, sondern muss die Pflege mit einbeziehen“, betonte Professorin Michaela Röber, ZGWR, und schlug vor, künftig lokale Netzwerke durch Pflegestützpunkte zu initiie-ren. Sie fand hierbei die Unterstützung von Roland Kaiser, ärztlicher Geschäftsführer der Landesärztekammer Hessen, der sich für die Einbeziehung pflegerischer, sozialer und infrastruktureller Versorgungsaspekte in die sektorenübergreifende Versorgung der Zukunft aussprach.

Einigkeit bestand bei den Teilnehmern in der positiven Bewertung der strukturierten Behandlungsprogramme (DMP), die im Unterschied zur integrierten Versorgung auch nach Auslaufen der Anschubfinanzierung ihre Existenzberechtigung bewiesen hätten, weil sie die Qualität der Versorgung stark verbessern. Dieses Konzept sollte daher auf weitere Versorgungsbereiche ausgedehnt und mit der integrierten Versorgung verknüpft werden. Nur wer seinen Patienten und den Krankenkassen einen zusätzlichen Nutzen bei der Gesundheitsversorgung vermitteln kann, sollte sich auf das Wagnis eines integrierten Versorgungsnetzes einlassen, so das Fazit von Andreas Willmann, Geschäftsführer der nordhessischen Ärztegenossenschaft DOX.

Veranstaltungsleiter Professor Hilko Meyer zog eine positive Bilanz des Symposiums. „Mit unserem Versuch, die aktuelle Gesundheitspolitik an die Hochschule zu holen, haben wir voll ins Schwarze getroffen. Die ungewöhnlich offene Diskussion und der große Zuspruch der Teilnehmer ermutigen uns, diesen Weg fortzusetzen“, erklärte er und kündigte für den Frühsommer eine Folgeveranstaltung zum Thema Arzneimittelversorgung an. Meyer ist Studiengangsleiter des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Healthcare Administration and Contracting (MHAC) der Fachhochschule Frankfurt am Main, der sich an Berufstätige aus allen Sektoren des Gesundheitswesens richtet und im März 2013 zum zweiten Mal startet.

Quelle:
Prof. Dr. Hilko J. Meyer
Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR)
Fachhochschule Frankfurt am Main
Internet: http://www.fh-frankfurt.de/zgwr
E-Mail: hilko.meyer@zgwr.fh-frankfurt.de

in Kooperation mit Lyck & Pätzold Medizinanwälte

Symposium „Sektorenübergreifende Versorgung und Wettbewerb im Gesundheitswesen“ am 14. Januar 2013 in Frankfurt am Main

Symposium „Sektorenübergreifende Versorgung und Wettbewerb im Gesundheitswesen“ am 14. Januar 2013 in Frankfurt am Main

Unsere Kanzlei ist Kooperationspartner des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der FH Frankfurt a.M.  Zum Start in das Wahljahr 2013 lädt Sie das ZGWR  herzlich zu dem Symposium „Sektorenübergreifende Versorgung und Wettbewerb im Gesundheitswesen“ ein, das am 14. Januar 2013 an der Fachhochschule Frankfurt am Main stattfinden wird. Dort wird Bilanz der gesundheitspolitischen Aktionen der abgelaufenen Legislaturperiode gezogen  und der Handlungsbedarf für weitere Verbesserungen der Gesundheitsversorgung abgesteckt.

Das ZGRW konnte hierzu  namhafte Experten gewinnen, die ihre Sicht der Dinge präsentieren und mit den Teilnehmern diskutieren werden. Den Auftakt macht Professor Dr. Eberhardt Wille, der die Schlussfolgerungen des aktuellen Gutachtens des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen darstellen wird. Über die Entwicklungen in Hessen wird Ministerialrat Jochen Metzner, Referatsleiter Krankenhausversorgung im Hessischen Sozialministerium berichten. In zwei Vortragsrunden werden dann weitere Experten aus Wissenschaft und Praxis den aktuellen Handlungsbedarf aus Sicht der Leistungserbringer und Krankenkassen bestimmen und mit den Teilnehmern diskutieren. Bitte entnehmen Sie die weiteren Einzelheiten dem Programm. Weiterlesen

Gesundheitsrecht und erfreuliche Zahlen

Gesundheitsrecht und erfreuliche Zahlen

4.329 Filme wurden beim Cannes Film Festival 2012 eingereicht. Dieses Blog hatte 24.000 Besucher in 2012. Wenn jeder Besucher ein Film wäre, dann würde dieses Blog 6 Film Festivals füllen. In 2012 gab es 67 neue Artikel aus dem Gesundheitsrecht, damit vergrößerte sich das Archiv dieses Blogs auf 406 Artikel.

Mit 252 Besuchern war der 10. Mai der geschäftigste Tag des Jahres. So tricksen Zahnärzte? So tricksen Journalisten! war der beliebteste Artikel an diesem Tag.

Und dies sind die am meisten besuchten Artikel in 2012:

Auch 2013 werden wir hier wieder über Neues aus der Gesundheitspolitik und dem Gesundheitsrecht berichten. Wollen Sie unter den Ersten sein, die  über interessante Informationen informiert werden? Dann können Sie hier unseren  Newsletter abonnieren.

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.