Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat-haltigen Arzneimitteln in Ausnahmefällen auch bei Erwachsenen  zu Lasten der GKV zugelassen.

Methylphenidat gehört zu den Amphetamin-ähnlichen Substanzen, die in Deutschland als verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft sind. Es unterliegt der gesonderten Verschreibungspflicht. Handelsnamen sind u.a. Concerta®, Equasym®, Medikinet adult ®, Metadate® und Ritalin®.

Nachdem Methylphenidat-haltige Präparate auch zur Behandlung Erwachsener zugelassen worden waren, hatte der G-BA im Juni 2011 zunächst beschlossen, dass der grundsätzliche Verordnungsausschluss für Stimulantien, wie er in Anlage III der Arzneimittel-Richtlinie formuliert ist, zunächst nicht für die Behandlung von Erwachsenen mit ADHS gilt. Nun wurde die Behandlung in Ausnahmefällen nach sogfältiger Diagnosestellung zu Lasten der GKV zugelassen.

„Der G-BA hat festgelegt, wie die Diagnosestellung einer ADHS bei Erwachsenen erfolgen muss und was nach gesicherter Indikationsstellung von ausgewiesenen Spezialisten für Verhaltensstörungen bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten zu beachten ist. Die in Frage kommenden Arzneimittel dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht mit festgelegten behandlungsfreien Zeitabschnitten angewandt und ihr Einsatz muss besonders dokumentiert werden“, sagte Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA und Vorsitzender des zuständigen Unterausschusses Arzneimittel laut Pressmitteilung des G-BA vom 21.3.2013.

Quelle: http://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/482/?

 

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