Wie diepresse.com Anfang des Monats berichtete, kommt den britischen Pharmakonzer GlaxoSmithKline eine Werbung teuer zu stehen.

Das Unternehmen zahlt drei Mrd. Dollar (2,38 Mrd. Euro), damit keine weiteren Ermittlungen mehr angestrengt werden.

Der Betrag ist auch in der USA eine bislang einmalig hohe Summe. Noch nie musste ein Pharmakonzern in den USA eine derartige Summe auf den Tisch legen.

GSK sah sich einem gerichtlichen Verfahren ausgesetzt, weil das Unternehmen unter anderem das Antidepressivum Paxil rechtswidrig für Patienten unter 18 Jahren beworben habe, obwohl das Arzneimittel nicht für sie zugelassen war.

Außerdem soll GSK Meldungen über die Sicherheit seines Diabatesmedikaments Avandia, des einst meistverkauften der Welt, nicht an die US-Gesundheitsbehörde übermittelt haben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte bereits seit 2004 in dieser Sache.

GSK reiht sich ein, in eine Reihe von Pharmaunternehmen, die hohe Bußgelder zahlen mussten. Beispielsweise hatte 2009 hat Pfizer 2,3 Mrd. Dollar bezahlt, weil das Unternehmen ein Medikament außerhalb des zugelassenen Anwendungsbereichs vermarktet hat.

Diese Beispiels machen deutlich, wie wichtig es ist, Marketingmaßnahmen im Healthcare-Bereich VOR deren Veröffentlichung ausführlich rechtlich zu prüfen.

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