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Zusatzeinkünfte für die Praxis: Vorsicht vor der Gewerbesteuerinfizierung!

Gewerbesteuer Arzt

Im Praxisalltag ist es inzwischen nicht selten, dass Ärzte und Zahnärzte neben ihrer rein (zahn)ärztlichen Tätigkeit weitere Erwerbsquellen haben. Denkbar ist dies, wenn der Augenarzt Kontaktlinsenmittel und Pflegemittel oder der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Hörgeräte verkauft. Doch Vorsicht: Bei einer Vermischung der (zahn)ärztlichen mit der gewerblichen Tätigkeit besteht die Gefahr der Gewerbesteuerinfizierung sämtlicher Einnahmen! Wie es dazu kommt und wie eine solche Infizierung vermieden werden kann, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag erläutern.

Besteuerung von Einkünften aus gewerblicher Tätigkeit und Ausnahmen für Freiberufler

Einkünfte aus gewerblichen Unternehmen sind mit der Gewerbesteuer zu besteuern (§ 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG). Nun sind Einkünfte aus einer (Zahn)Arztpraxis grundsätzlich keine gewerblichen, sondern Einkünfte aus einer freiberuflichen Tätigkeit. Diese freiberufliche Tätigkeit wird als Katalogberuf im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG definiert. Damit unterfällt sie nicht der Gewerbesteuerpflicht. Weiterlesen →

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Exitstrategien – Möglichkeiten in einer sich wandelnden Branche

Der Zahnmedizin in Deutschland steht ein Wandel bevor. Der Trend der letzten Jahre, weg von der Einzelpraxis, hin zu Medizinischen Versorgungszentren oder Berufsausübungsgemeinschaften mit spezialisierten Zahnärzten in verschiedenen Abteilungen oder gar an mehreren Standorten, wird sich in Zukunft noch verstärken. Damit ändern sich auch die Voraussetzungen für die Exitstrategien.

Die Gründe dafür sind so bekannt wie vielfältig, natürlich ist es in erster Linie eine Effizienz- und Kostenfrage, doch – und dieses Motiv könnte in Zukunft noch bedeutsamer werden – Zahnmediziner/innen der nächsten Generation setzen in Bezug auf ihr Arbeitsleben völlig andere Prioritäten, als es bisher in der Branche der Fall war.

Diesen Ansprüchen an die richtigen Arbeitsbedingungen – übrigens der Generation Y wichtiger als das Gehalt – können größere MVZs besser gerecht werden. Somit werden diese in Zukunft attraktiver für meist weiblichen Zahnärzte/innen sein. Der angestellte Zahnarzt/in ist außerdem nach Umfragen das Modell der Zukunft, hat die kommende Generation doch ein viel geringeres Interesse an einer Selbstständigkeit, deren Nachteile für sie den Vorteilen überwiegen. Weiterlesen →

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Dauerbrenner Honorararztvertrag – am Beispiel der Anästhesisten

Anästhesisten, die im OP-Bereich einer Klinik tätig sind, sind in der Regel nicht selbstständig tätig, auch wenn sie auf Basis eines Honorararztvertrag arbeiten. Erneut zu diesem Schluss kam das Landessozialgericht Hessen mit Urteil vom 10.08.2017, L 1 KR 551/16. Im konkreten Fall sprach vor allem die Eingliederung eines Anästhesisten in die Arbeitsorganisation für ein abhängiges und damit auch sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.

Die Frage, ob Honorarärzte sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind oder nicht, ist immer ein schmaler Grat und Streithema im Markt.

Ausschlaggebende Merkmale

  • Nutzung der Arbeitsgeräte der Klinik (Kleidung, Räumlichkeiten, Geräte, Medikamente)
  • Einbindung in den Klinikalltag: Absprache mit Klinik, auf welchen Stationen und in welchen Schichten der Facharzt innerhalb des organisierten Klinikablaufs tätig werden soll
  • Bestandteil eines Teams aus Ärzten und Pflegekräften
  • Kein fester Stundenlohn
  • Kein Unternehmerrisiko

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Kein Pardon bei Weitergabe von Patientendaten – Kündigung

Manche Dinge sind so selbstverständlich, dass man doch besser regelmäßig darauf hinweist: Wer Patientendaten an Dritte weiterleitet und damit gegen die Verschwiegenheitsverpflichtung aus dem Arbeitsverhältnis verstößt, darf fristlos gekündigt werden.

Kündigung wegen Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht

Das hatte das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg mit Urteil vom 11.11.2016 (12 Sa 22/16) ausdrücklich entschieden. Eine medizinische Fachangestellte in einer radiologischen Praxis hatte das Datenblatt einer Patientin mit dem Handy abfotografiert und dann an ihre Tochter über WhatsApp weitergeleitet mit dem Weiterlesen →

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Dialyseversorgung zementiert

Gute Nachrichten vom Bundessozialgericht für bestehende Dialyseeinrichtungen in der Dialyseversorgung – und schlechte für potenzielle neue Dialyseanbieter und Investoren. Der Hintergrund ist, dass in der Dialyse die Sonderregelung gilt, dass sogenannte Erbringer nichtärztlicher Dialyseleistungen (das sind in der Regel Medizintechnik-Unternehmen) als Investoren selbst Medizinische Versorgungszentren gründen können, dafür allerdings einen der limitiert vergebenen Dialyse-Versorgungsaufträge benötigen. An diesen einen „Anker“-Versorgungsauftrag können dann beim Überschreiten bestimmter Patientenzahlen weitere Versorgungsaufträge in dem entsprechenden MVZ angedockt werden. Dabei wurde seitens der Investoren immer wieder der Versuch gestartet, einzelne Ärzte aus bestehenden Dialysepraxen „herauszukaufen“, um mit deren Versorgungsaufträgen ein MVZ zu gründen.

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Die Zukunft der ambulanten Notfallversorgung in Hessen: Wer übernimmt die Verantwortung?

Einladung zum 20. Gesundheitspolitisches Kolloquium des VMVG – Die Zukunft der ambulanten Notfallversorgung

Pünktlich zum Beginn der neuen Legislaturperiode widmet sich das 20. Gesundheitspolitische Kolloquium des Vereins für Management und Vertragsgestaltung am 2. November 2017 der Zukunft der ambulanten Notfallversorgung in Hessen. Dazu werden namhafte Vertreter der Einrichtungen des Gesundheitswesens in einer Podiumsdiskussion ihren Standpunkt deutlich machen und mit den Teilnehmern diskutieren. Weiterlesen →

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Welche Bedeutung hat die Digitalisierung im Gesundheitsmarkt für Sie?

Deutschland ist einer der internationalen Vorreiter der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft. Denn der Gesetzgeber hat bereits 2015 eine   Digitalisierungsoffensive gestartet, die im internationalen Vergleich seinesgleichen sucht. Immerhin wurden mit der digitalen Gesundheitskarte und dem E-Health-Gesetz (EHG) zeitgleich alle drei Zukunftsfelder der Digitalisierung – eHealth, mHealth und Telemedizin erschlossen.

Das E-Health-Gesetz sieht vor, dass bis Mitte 2018 Arztpraxen und Krankenhäuser flächendeckend an eine Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein sollen. Damit wachsen die beiden wichtigsten Märkte der vergangenen Jahre zusammen: Die Telekommunikation und die Gesundheitswirtschaft. Es liegt auf der Hand, das damit ein besonders spannender Markt neu entsteht, dass damit aber auch juristische Herausforderungen verbunden sind. Weiterlesen →

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