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Abkommen zur Quecksilber-Reduzierung – Der Anfang vom Ende des Füllmaterials Amalgam

© Oliver Muth - Fotolia.com

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Im Januar 2013 ist erstmals ein internationales Abkommen zur Eindämmung des Gebrauchs von Quecksilber vereinbart worden. Nach einwöchigen Verhandlungen im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen nahmen Vertreter von etwa 140 Ländern in Genf ein Abkommen zur Einschränkung der Herstellung und des Einsatzes des umwelt- und gesundheitsschädlichen Metalls an.

Unterzeichnet werden soll der Vertrag im Oktober im japanischen Minamata. Tausende Einwohner der Stadt erlitten in den 1950er-Jahren aufgrund von Quecksilbervergiftungen durch Abwässer eines Chemiewerkes schwere und oft tödliche Schädigungen am zentralen Nervensystem.

Das Abkommen muss nun noch von 50 Staaten ratifiziert werden was etwa drei bis vier Jahre dauern wird. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen soll die Produktion von Quecksilber drosseln und die Herstellung bestimmter quecksilberhaltiger Produkte bis 2020 beenden.

Quecksilber wird unter anderem bei der Herstellung von Thermometern oder Energiesparlampen, aber auch in Zahnfüllungen (Amalgam) verwendet.

Damit wird sich die Dentalindustrie mittel- und langfristig vom Amalgam verabschieden müssen.

Die FDI begrüßt diese Entwicklung, da „das Abkommen dafür sorge , dass orale Gesundheit und Umwelt gleichzeitig geschützt werden.“ . Die FDI hatte sich dafür starkgemacht, den Einsatz von Amalgam zu reduzieren.

Auch die Europäische Kommission hat bereits ihre Zustimmung zum Ausdruck gebracht.

RA Pätzold

Autor: RA Pätzold

Jens Pätzold ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht und als Healthcare-Experte spezialisiert auf die Beratung medizinischer Leistungserbringer. Seit 2002 betreut er bundesweit (Zahn-)Arztpraxen bei der strategischen Optimierung und hat dabei zahlreichen Praxen in Deutschland mit seinem strategischen und rechtlichen Fachwissen zu einem weit überdurchschnittlichen Wachstum und Ertrag verholfen. Weitere Beratungsschwerpunkte sind das Compliance Management im Gesundheitswesen sowie die Beratung und Vertretung von Healthcare-Unternehmen (z.B. Medizinprodukte- und Medizingerätehersteller, Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln oder Kosmetika).

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